Samstag, 29. Dezember 2012

Patronaler Führungsstil - Schon Henry Ford ging seinen eigenen Weg.

Was heisst denn schon patronales Führen?

Vielen Menschen galt Henry Ford als Wohltäter. In seinen Fabriken beschäftigte er nicht nur viele Arbeiter, die anderswo nicht eingestellt wurden, wie Schwarze oder Einwanderer aus Osteuropa. Sie genossen in seinen Werken auch besonders gute Arbeitsbedingungen: Niemand musste länger als acht Stunden am Tag und fünf Tage in der Woche arbeiten. Ford bezahlte ab 1914 einen Mindestlohn von fünf Dollar am Tag, einige Jahre später sogar sechs - zu einer Zeit, in der Zehn- bis Zwölf-Stunden-Tage bei einem Tageslohn um einen Dollar in vielen Fabriken noch die Regel waren. In den Ford-Werken sollten gut ausgeruhte und konzentrierte Arbeiter ihre besten Leistungen bringen - ein revolutionäres Konzept. 

Doch es war nicht der reine Altruismus, der Henry Ford antrieb. Der Geschäftsmann machte seine Arbeiter zugleich zu seinen Kunden, denn sie hatten nun etwas Geld und Freizeit. Durch erhebliche Einsparungen in der Produktion waren Ford-Autos vergleichsweise billig. Die Arbeitsprozesse in den Fabriken waren bis ins letzte Detail standardisiert und rationalisiert. Die Einführung des Fließbandes ermöglichte es, die Produktion so in einzelne Arbeitsschritte zu zerlegen, dass kein Arbeiter lange angelernt werden musste.

Könnte dies wieder ein Weg sein, wie man das Abzockertum in seine Schranken weisen kann? Sollte nicht unser aller Wohl und Zufriedenheit im Zentrum des Lebens stehen?

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